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Vom Sommer am Meer in den Norden: Mein Start ins Se­mes­ter in Ko­pen­ha­gen

Simone Kühne, MSc-Studierende im User Experience Design, verbrachte ihr Auslandssemester an der Aalborg University – mitten in Kopenhagen. Zwischen einem Designstudium mit echten Kundenprojekten, spontanen Sprüngen in den Kanal und dem allgegenwärtigen Hygge-Gefühl sammelte sie wertvolle fachliche und persönliche Erfahrungen. Ein Semester voller Gestaltung, kulturellem Eintauchen und nordischem Lebensgefühl.

Sonne tanken in Zadar

In Zadar besuchte ich das Modul Gamified UX Design. Tagsüber beschäftigten wir uns mit Spielmechaniken, Motivation und User Experience, am Nachmittag sassen wir am Meer und liessen den Tag bei warmen Temperaturen ausklingen. 

Mit Koffern voller Winterkleider flog ich schliesslich direkt weiter in den Norden. Während ich in Kroatien noch Sonnencreme brauchte, wartete in Dänemark bereits eine ganz andere Stimmung auf mich.

Ankommen in Kopenhagen

Mein erstes Wochenende nutzte ich, um mich einzurichten und die Stadt zu erkunden. Es war noch erstaunlich mild, die Menschen sassen draussen in Cafés, Kinder spielten in den Parks und überall waren Fahrräder unterwegs. Kopenhagen wirkte von Anfang an lebendig und gleichzeitig entspannt.

Sonniger Herbsttag an der Kopenhagener Uferpromenade. Die Stadt empfängt einen mit Weite und Leichtigkeit.
Den Sorte Diamant, die Königliche Bibliothek Kopenhagens, mit spektakulärem Blick auf den Kanal.

Am Montag startete bereits die Einführungswoche an der Aalborg University. Wir lernten die Universität sowie unsere Mitstudierenden kennen und arbeiteten direkt an einem Design Sprint. Dieser praxisnahe Einstieg machte sofort klar: Hier wird nicht nur Theorie vermittelt, sondern gestaltet, getestet und reflektiert.

Im regulären Semester studiere ich Service Systems Design. Der Unterricht findet an etwa eineinhalb bis zwei Tagen pro Woche statt. Neben zwei Modulen arbeiten wir an einem grösseren Projekt für einen realen Kunden. Gruppenarbeit steht klar im Mittelpunkt, was einerseits herausfordernd ist, andererseits aber unglaublich viel Lernpotenzial bietet.

Wohnen mit Hygge-Gefühl

Während meiner Zeit in Kopenhagen lebe ich bei einer Frau und ihrer 20-jährigen Tochter in einem gemütlich eingerichteten Haus. Wenn ich abends nach Hause komme, brennen oft Kerzen und manchmal sogar das Cheminée. Dieses typisch dänische Hygge-Gefühl ist hier nicht nur ein Trendwort, sondern Teil des Alltags.

Ich fühle mich nicht wie eine Untermieterin, sondern wie ein Teil der Familie. Wir tauschen uns über unseren Alltag aus, ich bekomme Tipps für Veranstaltungen in der Stadt und natürlich auch für die besten Kanelbullar.

Erster Schnee, Lichterketten und eine warme Atmosphäre. Kopenhagen im Winter ist pures Hygge.

Studieren am Wasser – mit Sauna und Sprung ins kalte Nass

Der Campus liegt direkt am Kanal und ist grosszügig gestaltet. Nach der Uni sind wir manchmal spontan ins Wasser gesprungen, eine Erfahrung, die in Dänemark fast schon zum Studentenleben gehört. Sogar eine hauseigene Sauna steht zur Verfügung.

Sonnenuntergang am Kai. Nach der Uni einfach die Beine baumeln lassen.
Modernes Kopenhagen am Kanal
Sauna Nor direkt am Wasser. Wärme, Stille und danach der Sprung ins Kalte.
Die Bibliothek der Aalborg University Copenhagen

Arbeiten zwischen zwei Ländern

Neben meinem Studium arbeite ich weiterhin remote für eine Firma in der Schweiz. Das Leben im Norden ist nicht ganz günstig, weshalb ich froh bin, weiterhin ein Einkommen zu haben. Gleichzeitig ist es spannend, Studium im Ausland und berufliche Tätigkeit miteinander zu verbinden.

Meine Freizeit verbringe ich mit Sport, Second-Hand-Shopping, langen Kaffeepausen oder Treffen mit Freunden. Alles ist mit dem Fahrrad erreichbar und das Fahrrad ist hier wirklich das wichtigste Verkehrsmittel.

Die Dän:innen fahren bei jedem Wetter: Regen, Wind, Schnee oder alles gleichzeitig. Anfangs war ich beeindruckt, mittlerweile gehört das ganz selbstverständlich dazu. Das Fahrrad gibt mir Freiheit, Struktur und das Gefühl, wirklich in der Stadt angekommen zu sein.

Kopenhagen fordert mich heraus, eigenständig zu sein, offen zu bleiben und mich auf neue Denkweisen einzulassen – im Studium genauso wie im Leben. Genau darin liegt für mich der grösste Mehrwert dieses Austauschs: nicht nur ein anderes Land kennenzulernen, sondern auch neue Perspektiven auf mich selbst zu gewinnen.

Windiger Strand, grauer Himmel, ...
...oder mal mit Sonne: Die wunderschöne dänische Küste.
FC København im Parken Stadion – Fussball gehört in Kopenhagen einfach dazu.

Dieser Beitrag wurde von Simone Kühne erstellt. Simone studiert an der FHGR User Experience Design im 4. Semester.

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