Im Modul "Audiovisuelles Erzählen" setzt Prof. Merle Jothe konsequent auf Project-Based Learning – und das über alle Semester hinweg. Von der ersten Idee bis zum fertigen Filmprojekt gestalten die Studierenden ihren Lernprozess selbstbestimmt und praxisnah.
Von der Themenstellung zur individuellen Umsetzung
Zu Beginn jedes Semesters gibt es eine thematische Aufgabenstellung – etwa „Leidenschaft“ (2. Semester; AVE02) oder „Liebe“ (3. Semester; AVE03). Darauf folgt eine theoretische Einführung sowie eine kontinuierliche, praxisorientierte Begleitung durch die Lehrenden. Ein besonderes Merkmal: Individuelle Coachings finden zu jeder Schnittphase statt und ermöglichen gezieltes Feedback auf den Arbeitsstand der Teams.
Innerhalb dieses Rahmens entwickeln die Studierenden non-fiktionale filmische Projekte, deren Themen und Protagonist:innen sie selbst wählen. So entstehen Arbeiten, die sowohl fachlich als auch persönlich relevant sind.
Projektateliers als Herzstück
Begleitet wird der Prozess von Projektateliers, die je nach Phase unterschiedliche Schwerpunkte setzen. In der Recherche- und Konzeptionsphase werden Ideen geschärft, Kontakte aufgebaut und erste Entscheidungen zur Umsetzung getroffen. In der Produktionsphase werden die Studierenden während der Exkursion flankierend von Dozierenden vor Ort unterstützt. Es finden Set-Besuche statt, die während der jeweiligen Drehs gecoached werden. In der Postproduktion dienen die Ateliers der lösungsorientierten Bearbeitung technischer und inhaltlicher Herausforderungen.
Jedes Teammitglied trägt klar definierte Aufgaben im Produktionsprozess, was die Zusammenarbeit strukturiert und Verantwortlichkeiten sichtbar macht.
Lernatmosphäre und Wirkung
Laut Studierenden-Evaluationen sind die Projektateliers besonders wertvoll: Sie verbinden eigenverantwortliches Arbeiten, kreative Freiheit und praxisnahe Problemlösung in einem dynamischen Umfeld. Während zu Beginn des Studiums die Offenheit des Formats vereinzelt als herausfordernd empfunden wird, wächst im Laufe der Semester die Wertschätzung für diese freie und kreative Arbeitsweise.
Take-Aways
- Projektbasiertes Lernen schafft Praxisnähe: Studierende arbeiten von Beginn an an realitätsnahen Projekten. Durch frei wählbare Themen bringen die Studierenden ihre eigenen Interessen und Perspektiven in die Projekte ein.
- Individuelle Coachings sichern Qualität: Regelmässige Feedbackschleifen in den Schnittphasen unterstützen gezielt und geben den Teams Orientierung.
- Projektateliers als Lernräume: Sie bieten strukturierte Phasen für Recherche, Konzeption und Postproduktion, in denen kreative Ideen erprobt und konkrete Probleme gelöst werden.
- Klare Rollenverteilung stärkt Zusammenarbeit: Jedes Teammitglied übernimmt einen definierten Beitrag zum Produktionsprozess, was Eigenverantwortung fördert.
- Positive Wirkung auf die Lernatmosphäre: Evaluationen zeigen, dass Studierende die Kombination aus Eigenverantwortung, Kreativität und praxisnaher Unterstützung besonders schätzen.
Weiterführende Links und Ressourcen
Kontakt
Prof. Merle Jothe
Modulleitung Audiovisuelles Erzählen
merle.jothe@fhgr.ch