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icm & beyond 2025: Per­sön­lich­keit, KI und Di­dak­tik im Dialog

Im Dezember 2025 nahmen Maia Lenherr, Elham Müller und Noah Huber an der Tagung "Inverted Classroom and Beyond 2025" in Osnabrück teil, die gemeinsam mit der Lehr-Lern-Konferenz unter dem Motto "Persönlichkeit trifft Didaktik: Lernräume für eine Welt im Wandel" stattfand. Die Veranstaltung bot einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Hochschullehre und machte sichtbar, wie eng KI, Didaktik und soziale Kompetenzen heute zusammenspielen.

Trends und Best Practices

In Keynotes, Panels und Workshops wurden Fragen diskutiert, die auch unsere hochschuldidaktische Arbeit prägen: die Rolle der Persönlichkeit in digitalisierten Lernsettings, der verantwortungsvolle Einsatz von KI sowie didaktische Prinzipien, die auch in hybriden und automatisierten Lernräumen tragfähig bleiben. Die Kombination aus icm-Tagung und Lehr-Lern-Konferenz erwies sich dabei als fruchtbarer Rahmen für den Austausch von Trends und Best Practices.

In der Eröffnung zeigte ↗ Prof. Dr. Jörn Loviscach konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI in der Lehre, etwa in der Skripterstellung oder Videoproduktion. Gleichzeitig zog sich durch viele Beiträge ein gemeinsames Verständnis: Authentische Lehrpersonen, klare Haltung und Beziehungsgestaltung prägen Lernerfahrungen nachhaltiger als einzelne Tools. Das Podium mit Hochschulleitungen und Studierenden unterstrich die Bedeutung von Transparenz und didaktischer Klarheit in Zeiten technologischer Beschleunigung.

Besonders relevant für unsere Arbeit waren Beiträge zu barrierefreien digitalen Materialien, internationale Inverted Classroom-Ansätze sowie Diskussionen zu Lernräumen, die die Selbstwirksamkeit von Studierenden stärken.

Workshop der FH Graubünden: Wissenschaftliches Arbeiten mit KI

Elham Müller und Noah Huber stellten in einem eigenen Workshop die Weiterentwicklung des Moduls "Wissenschaftliches Arbeiten" vor. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde diskutiert, wie KI-gestützte Avatare und Chatbots Studierende begleiten können, welche Personas Orientierung geben und wie Lernbegleitung gestaltet sein muss, um Unterstützung zu bieten, ohne zu bevormunden. Die Resonanz zeigte, dass viele Hochschulen vor ähnlichen Herausforderungen stehen und der vorgestellte Ansatz auf grosses Interesse stiess.

Take-Aways

  • KI erweitert Lernräume, ersetzt aber keine didaktische Beziehung.
  • Haltung und Persönlichkeit bleiben zentrale Faktoren guter Lehre.
  • Barrierefreiheit und Diversität müssen von Beginn an mitgedacht werden.
  • Inverted Classroom-Formate wirken besonders dann, wenn sie Struktur, Beziehung und Selbstregulation konsequent verbinden.

Weiterführende Links und Ressourcen

↗ Dokumentation der Tagung "Inverted Classroom and Beyond 2025"
↗ KI Wissenshub der FH Graubünden (Moodle)

Kontakt

Für Unterstützung zu Didaktik und KI-Einsatz in der Lehre wenden Sie sich bitte an das ↗ TLC-Team.

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