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Florian Krause blickt den Leser erwartungsvoll an.

Florian Krause

Florian Krause wird Ihre Vorlesungen im Modul Ethik halten. Drei Fragen und seine Antworten dazu.

Was ist Ihr praktischer und akademischer Hintergrund?

Aufgewachsen bei Koblenz am Rhein habe ich nach dem Abitur an der Universität Trier Volkswirtschaftslehre und Philosophie studiert. Nachdem ich dort u.a. in der Betriebswirtschaft am Lehrstuhl für Arbeit, Personal und Organisation gearbeitet habe wechselte ich an die Universität Hannover an das Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft. Dort lehre ich unterschiedlichen Themen unter anderem in einem Weiterbildungsstudium für Fach- und Führungskräfte sowie in Fortbildungen für Praktikerinnen und Praktiker. Weitere Dozententätigkeiten hatte ich beispielsweise an der Universität Vechta sowie an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Hannover. Seit 2016 bin ich zudem am Institut für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen beschäftigt.

 

Wie soll ich mir Ihre Vorlesung vorstellen?

Jeder kennt Situationen, in denen sich die Frage nach der ethischen Richtigkeit der einen oder der anderen Handlung stellt. Die Basis meiner Veranstaltungen sind daher genau diese Konfliktsituationen, besonders in beruflichen Kontexten, aber natürlich auch darüber hinaus. Bevorzugt stammen die Beispiele daher auch aus dem beruflichen Alltag bzw. den Erfahrungen der Studierenden selbst. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, diese Situationen als ethische Dilemmata bzw. Konflikte zu erkennen, einzuordnen und vor dem Hintergrund Ihres spezifischen Kontextes zu bearbeiten. Damit dies gelingen kann, erhalten die Studierenden Grundwissen über die Struktur ethischer Konflikte sowie über deren gängigen Quellen in Organisationen. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, konfliktreiche Felder ihrer Branche in Gruppenarbeiten zu erarbeiten und zu diskutieren. Zur Einordnung der Konflikte werden verschiedene moralphilosophische Ansätze vermittelt. Dies geschieht vorwiegend im dialogisch und anhand der eingebrachten Beispiele, damit die Studierenden selbst nachvollziehen können, dass Theorie auch bei ganz praktische Fragestellungen helfen kann. Zudem werden sie mit zentralen wirtschaftsethische Problemfeldern und Begriffen vertraut gemacht. Um die Handlungsfähigkeit der Studierenden in der Praxis zu erhöhen werden darüber hinaus Ansätze vermittelt, die helfen können, Konflikte in organisationalen Kontexten besser zu verstehen und zu bearbeiten.

 

Wie kann ich das bei Ihnen erworbene Wissen später im beruflichen Umfeld nutzen?

Ethische Konflikte finden sich in jedem Arbeitsumfeld – natürlich in unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen. Die Studierenden erhalten moralphilosophische Perspektiven um diese erkennen und einordnen zu können. Darüber hinaus lernen sie Ansätze, die ihnen helfen können, Konflikte in Organisationen besser zu verstehen und zu bearbeiten. Insgesamt soll ihre Sicherheit und Handlungsfähigkeit im Umgang mit in ethischen Konfliktsituationen gestärkt werden.

 

Danke, Herr Krause, für Ihre Ausführungen.

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