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Fotocredit IMC Krems

Alumni-Zukunft an der Fach­hochschule Graubün­den: Wohin geht die Reise?

Haben klassische Alumni-Vereine ausgedient? Wie schaffen wir ein Alumni-Netzwerk, das wirklich begeistert? Die International Staff Week im April 2026 in Krems bot wertvolle Impulse zum Thema Alumni Relations. Als Leiterin des Netzwerks ziehe ich Bilanz. Welches Alumni-Modell passt am besten zur FH Graubünden? Ein spannender Prozess, der an der Generalversammlung im Juni 2026 in die nächste Phase geht.

Fotocredit IMC Krems

Abgesagte Events oder kleine Runden mit gerade mal zehn Teilnehmenden – solche Momente lösen derzeit bei vielen Alumni-Organisationen Stirnrunzeln aus. Wenn dann doch ein Anlass mit mehreren Dutzend Gästen glänzt, keimt Optimismus auf. Doch die Kernfrage bleibt: Was haben die Ehemaligen eigentlich davon?

Auf der Suche nach der besten Strategie

Um Antworten zu finden, befragte der Verein FHGR Alumni Anfang Jahr die Ehemaligen direkt nach ihren Wünschen. Parallel dazu suchten Vertreter:innen internationaler Alumni-Organisationen an der International Staff Week im österreichischen Krems nach der perfekten Strategie für die Zukunft. Wie soll sich das Netzwerk der FH Graubünden weiterentwickeln? Drei Modelle von anderen Hochschulen in Europa lieferten spannende Denkanstösse:

1. Von «Alumni» zur «Community» (Artevelde Hochschule)

Die Artevelde Hochschule in Belgien geht einen radikalen Weg: Sie streicht den Begriff «Alumni» komplett aus ihrem Wortschatz. Stattdessen setzt sie voll auf den Begriff «Community».

  • Das Konzept: Anlässe bringen Studierende, Ehemalige und Industriepartner gezielt zusammen.
  • Der Vorteil: Alle drei Gruppen vernetzen sich und profitieren sofort voneinander.

Die FH Graubünden verfolgt mit dem Format «Careers & Beers» bereits einen ähnlichen Pfad. Sollen wir diesen Fokus auf die Vernetzung aller Anspruchsgruppen künftig noch verstärken?

2. Volle Integration und Datenfokus (Universität Wien)

Die Universität Wien setzt auf Struktur und Effizienz. Sie löste den Alumni-Verein auf und integrierte ihn vollständig in die Hochschule. Ein leistungsstarkes CRM-System analysiert genau, welche Ehemaligen besonders aktiv sind und welche Angebote sie wirklich schätzen. So erhalten Alumni massgeschneiderten Inhalt und die Hochschule passt ihr Programm an das Nutzerverhalten an. Zudem können sie gezielt die engagierten Alumni angehen und sie zum Beispiel für ein Sponsoring anfragen.

3. Das bewährte Rundum-Paket (Haaga-Helia Universität)

Die Haaga-Helia Universität in Finnland erinnert stark an den aktuellen Weg der FH Graubünden. Sie setzt auf einen Mix aus:

  • Mentoring-Programmen
  • Events und Webinaren
  • Karrieremonitoring und Success Stories
  • Newsletter und geschlossene LinkedIn-Gruppe

Wie geht es an der FH Graubünden weiter?

Egal, welches Modell am Ende das Rennen macht: Der nächste grosse Meilenstein steht bereits im Juni bevor. An der Generalversammlung entscheiden die Mitglieder über einen historischen Schritt: die mögliche Auflösung des FHGR Alumni-Vereins per 31. Dezember 2026.

Ziel ist es, die Alumni-Arbeit offiziell in die FH Graubünden zu integrieren – ein Schritt, der in der täglichen Praxis zwar bereits gelebt wird, formal aber noch auf die finale Umsetzung wartet. Wir gestalten die Zukunft unseres Netzwerks aktiv mit.

Kathrin Ott, Leiterin des FHGR Alumni-Netzwerks

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