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Vom runden Tisch zur Kreislaufwirtschaft Wald und Holz

Vom runden Tisch zur Kreis­lauf­wirt­schaft Wald und Holz

Der Kanton Graubünden setzt verstärkt auf eine nachhaltige Entwicklung, bei der Wald und Holz eine zentrale Rolle spielen. Robert Albertin, Professor für Architektur, stellvertretender Studienleiter am Institut für Bauen im alpinen Raum sowie Vorstandsmitglied bei Graubünden Holz, spricht darüber, wie diese Entwicklung im Kanton vorangetrieben wird.

Ziel war es, die Kräfte innerhalb der Branche zu bündeln – mit Erfolg: Der Workshop führte zu einem Schulterschluss zwischen den beteiligten Akteuren aus Forst, Wirtschaft und Bildung.

Robert Albertin
Vom runden Tisch zur Kreislaufwirtschaft Wald und Holz

Anfang Jahr hat die Dachorganisation Graubünden Holz im Rahmen der Initiative «Wald und Holz als Teil der nachhaltigen Entwicklung im Kanton Graubünden» einen zukunftsweisenden Workshop organisiert. Am runden Tisch wurden aktuelle Themen und die gemeinsame Weiterentwickelung diskutiert. Im Fokus standen konkrete Handlungsfelder wie die Stärkung der Innovationskraft, die Erhöhung der Produktivität sowie die Verbesserung des Marktzugangs. Strategische Partnerschaften und Kooperationsmodelle spielen dabei eine zentrale Rolle. Ziel war es, die Kräfte innerhalb der Branche zu bündeln – mit Erfolg: Der Workshop führte zu einem Schulterschluss zwischen den beteiligten Akteuren aus Forst, Wirtschaft und Bildung.

Die Bedeutung der Holzbranche für Graubünden

Die Holzbranche ist in Graubünden flächendeckend systemrelevant. Sie versteht sich nicht nur als Bewahrerin der Waldflächen, sondern auch als Motor für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung im Kanton. Die Entwicklung der Holzindustrie ist damit ein zentraler Pfeiler für die Sicherung des Lebensraums Graubünden. Ein weiteres Ziel ist die politische Verankerung der Branche – etwa durch gezielte Wirtschaftsförderung und die Berücksichtigung der Holz- und Waldwirtschaft in der Raumplanung. Dadurch wird die sogenannte „residentielle Ökonomie“ gestützt – also eine Wirtschaft, die den Menschen vor Ort zugutekommt.

Die Rolle der Fachhochschule Graubünden

Die Fachhochschule Graubünden ist Teil der Trägerschaft von Holz Graubünden und leistet dabei einen aktiven Beitrag. Bei dieser Thematik ist ihr Institut für Bauen im alpinen Raum ein wichtiger Wissensträger. Es beschäftigt sich mit den besonderen Herausforderungen des alpinen Raums, der durch Tourismus, Bau- und Energiewirtschaft stark beansprucht ist. Die dezentrale Struktur Graubündens erfordert innovative, interdisziplinäre Lösungsansätze. Die FHGR-Expertinnen und -Experten arbeiten dabei eng mit Gemeinden, Behörden, Unternehmen und internationalen Partnern zusammen.

Der Wald liefert uns Schutz, Arbeit und Wohnräume im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des alpinen Lebensraums.

Robert Albertin
Nachhaltigkeit und Innovation im Holzbau

Parallel zur traditionellen Bauweise hat sich in Graubünden eine moderne Architekturszene etabliert. Zeitgenössische Bauten setzen auf innovative Gestaltung, nachhaltige Materialien und moderne Technik – stets im Dialog mit der alpinen Umgebung. Tradition und Moderne gehen dabei Hand in Hand. Die traditionellen Konstruktionskompetenz im Holzbau sind in Graubünden sehr präsent und werden auch heute zeitgemäss angewendet.

Bereits seit mehreren Jahren bietet die Fachhochschule im Rahmen des Architekturstudiums ein eigenes Holzbau-Semester an, in dem Studierende die vielfältigen Facetten des Bauens mit Holz kennenlernen. Dabei werden sie sowohl an die traditionelle Bauweise als auch moderne Interpretationen des lokalen Handwerks in der zeitgenössischen Architektur herangeführt. Im Zentrum stehen dabei der Entwurf mit Holz, die Konstruktion mit den Rahmenbedingungen dieses nachwachsenden Rohstoffes, sowie der Einsatz aktueller digitaler Technologien bei der Gebäudeplanung und -realisierung. Themen wie Überhitzungsschutz, intelligente Flächennutzung, Spannweiten für Räume und ökologische Materialwahl sind Teil des Curriculums. Die enge Zusammenarbeit mit dem Bauingenieurwesen wird dabei gezielt gefördert.

Erfolgreiche Ausbildung und Auszeichnungen

Ein zentrales Thema im Bauwesen ist die Nachhaltigkeit – insbesondere im Hinblick auf CO2-Reduktion und Kreislaufwirtschaft. Die FH Graubünden vermittelt den Studierenden aktuelles Wissen aus der Forschung und fördert ein ganzheitliches Verständnis ökologischer Zusammenhänge. Dass der eingeschlagene Weg erfolgreich ist, zeigt sich auch in der Anerkennung: Projekte von Dozierenden und ehemaligen Studierenden wurden mehrfach prämiert – zuletzt beim renommierten Prix Lignum. Diese Auszeichnungen sind eine wertvolle Bestätigung für die Ausbildungsstrategie und Ansporn für die Zukunft.


Einmal im Monat beleuchtet die Fachhochschule Graubünden im Bündner Tagblatt
Aspekte rund um das Thema Baukultur.

www.fhgr.ch/architektur

www.fhgr.ch/ibar

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