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Digital Supply Chain Management Blog

Profil Ba­che­lor-Studium Digital Supply Chain Ma­nage­ment

Das Bachelorstudium BSc Betriebsökonomie mit Studienrichtung Digital Supply Chain Management vermittelt ein breites und fundiertes Wissen in Betriebsökonomie mit einer Fokussierung auf das Management von Supply Chains (Wertschöpfungsnetzwerke, Lieferketten). Die Studierenden sind in der Lage, Aufgaben in verschiedenen Bereichen eines Unternehmens zu übernehmen, diese kritisch zu analysieren und konzeptionell weiterzuentwickeln. Sie übernehmen Fach- und Führungsfunktionen in der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und bei humanitären Organisationen.

Profil der Studienrichtung

Durch die Fokussierung auf das Supply Chain Management erwerben Studierende spezifische Kompetenzen im Management von Unternehmensprozessen und Wertschöpfungsnetzwerken. In Kombination mit ihren betriebswirtschaftlichen Kenntnissen sind sie damit in der Lage, Fach- und Führungsaufgaben in den Bereichen Einkauf und Beschaffung, Produktion und Dienstleistungserbringung, Transport und Logistik, Distribution und Fulfillment, Planung und Projektmanagement zu übernehmen und dabei die digitale Transformation von Organisationen zu begleiten. Durch die Vertiefungen «Supply Chain Analytics», «Supply Chain Technology and Operations” sowie “Sustainable Supply Chain Management and Product Development” erwerben Studierende zusätzliche Kompetenzen um Supply Chains datengetrieben zu managen, Technologien in den Kernprozessen von Unternehmen wirksam einzusetzen und soziale sowie ökologische Aspekte bei der Gestaltung und dem Betrieb von Supply Chains zu nutzen – von der Produktentwicklung bis zu dessen Entsorgung.

Neben Fachkompetenzen in Betriebswirtschaft und Digital Supply Chain Management verfügen die Studierenden über eine hohe Sozialkompetenz, welche durch Kommunikations- Methoden-, Präsentations- Beziehungs- und Reflexionskompetenzen zum Ausdruck kommen. Ein besonderer Wert wird im Studium auf die Vermittlung von Kompetenzen in den Bereichen Change Management, Verhandlungsführung und der Führung in flachen Organisationen gelegt. Absolventinnen und Absolventen können komplexe Zusammenhänge des Unternehmens und von komplexen, globalen Supply Chains analysieren und verstehen sowie daraus geeignete, effektive und effiziente Massnahmen ableiten und umsetzen.

Wesentliche Lernergebnisse

Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, komplexe Systeme der Führung von Unternehmen und Unternehmensnetzwerken sowie deren Wechselwirkung zu Stakeholdergruppen zu verstehen und zu erklären.

Nach Abschluss des Studiums können Absolventinnen und Absolventen Organisationen und Märkte analysieren und geeignete Massnahmen entwickeln sowie umsetzen. Sie sind in der Lage, Fragestellungen mit Bezug zu Supply Chain Management, zu Prozessen und zur Digitalisierung zu beantworten und zu lösen. Dabei stellen sie ein kundenorientiertes und integriertes Verständnis von Prozessen innerhalb von Unternehmen und zwischen Unternehmen in Supply Chain Netzwerken unter Beweis. Sie verstehen die finanzielle Leistung von Organisationen und können einen Jahresabschluss erstellen, Kennzahlen ermitteln und interpretieren sowie Budgets erstellen. Sie erkennen volkswirtschaftliche Phänomene und zeigen deren Auswirkung auf Unternehmen auf.

Absolventinnen und Absolventen kennen Brancheneigenheiten von Supply Chains sowie das Zusammenspiel von Stakeholder und können sowohl nationale als auch globale Aspekte der Planung, Beschaffung, Leistungserstellung, Logistik und Distribution gestalten und steuern. Sie verstehen die spezifischen Mechanismen der Supply Chain Funktionen und Prozesse, können Projekte agil und klassisch leiten und kennen die für Unternehmen und das Supply Chain Management relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen. Prozesse können sie datenbasiert analysieren, bewerten, optimieren und digitalisieren.

Absolventinnen und Absolventen kennen eine Bandbreite von Instrumenten der Kommunikation und können diese situationsgerecht und wirksam einsetzen und Führungssituationen, Verhandlungssituationen und Veränderungsprozesse zu steuern.

Neben der Vermittlung von Fachkompetenzen, Sozialkompetenzen und Selbstkompetenzen steht in dem stark praxisorientierten Studium auch die Vermittlung von Methodenkompetenzen und eines unternehmerischen Mindsets im Zentrum. Dies wird durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen sowie der Vermittlung Anwendungskompetenzen für (IT-)
Werkzeuge erreicht. Ergänzend zum akademischen Titel eines Bachelor of Science in Betriebsökonomie mit Studienrichtung Digital Supply Chain können Studierende im Rahmen des Studiums zusätzliche Zertifikate erwerben, wie einem Lean Six Sigma Green Belt und Nachweise über die Beherrschung von Methoden des Projektmanagements, von relevanten IT-Systemen und weiteren Fachbereichen.

Berufsprofile der Absolventinnen und Absolventen

Absolventinnen und Absolventen der Studienrichtung verfügen über die Kompetenzen, um in unterschiedlichen Kernprozessen von Unternehmen, Verwaltungen und humanitären Organisationen zu arbeiten und deren digitale Transformation zu prägen und können sich für eine generalistische Führungslaufbahn entscheiden. Innerhalb der Wirtschaft haben Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen in Unternehmen aller Grössen einzubringen, vom Startup über das KMU bis zum Grosskonzern. Dies ist unabhängig von der Branche, in der ein Unternehmen aktiv ist möglich, die die vermittelten Kompetenzen sowohl in Produktionsunternehmen, Dienstleistungsunternehmen wie auch Handelsunternehmen gesucht sind. Typische Bereiche, in denen Absolventinnen und Absolventen während und insbesondere nach dem Abschluss des Studiums tätig sein können, sind:

  • Supply Chain Management: Als Supply Chain Managerin oder Manager sind Sie für die Gestaltung und den Betrieb der Wertschöpfungsketten eines Unternehmens verantwortlich. Sie arbeiten eng mit internen und externen Anspruchsgruppen zusammen. Die Digitalisierung aller Aspekte einer Wertschöpfungskette ist eine wichtige Aufgabe in diesem Tätigkeitsfeld. Wesentliche Entscheidungen als Supply Chain Managerin oder Supply Chain Manager umfassen das Network Design, die Wahl von Standorten für Produktion und Lagerung, das Risikomanagement und die finanzielle Führung von Supply Chains.
  • Planung (Planning): Die im Studium erworbenen Kompetenzen in der Planung und in Supply-Chain-Analytics-Methoden können Studierende gemeinsam mit Ihren Führungs- und Verhandlungskompetenzen einsetzen – sei es als Integrated Business Planner mit Fokus auf die gesamtheitliche und langfristige Planung der Supply Chain, sei es als Sales and Operations Planner mit Verantwortung für die laufende Balancierung der Sales Forecasts mit den Produktionsplänen oder in weiteren spezialisierten Planungsfunktionen von Unternehmen.
  • Einkauf und Beschaffung (Sourcing): Die Beschaffung beschäftigt sich mit der Lieferantenseite der Supply Chain. Sie analysiert die Bedürfnisse interner Abteilungen, entwickelt Warengruppenstrategien, arbeitet an Make-or-Buy-Entscheidungen mit, identifiziert passende Lieferanten, gestaltet Ausschreibungen, führt Verhandlungen und entwickelt Verträge. Hinzu kommt das Management laufender Lieferantenbeziehungen, die Überwachung von Risiken und das Management von Lieferanteninnovationen. Operativ stellt Sie die Ausführung von Bestellungen und Lieferungen sicher und misst deren Qualität.
  • Operations: Operations-Funktionen stellen innerhalb der Supply Chains sicher, dass Produkte oder Dienstleistungen hergestellt werden – heutzutage immer häufiger mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit. Operations Managerinnen und Manager leiten und optimieren die Produktionsaktivitäten und managen die dazu erforderlichen Ressourcen. Das Qualitätsmanagement ist ebenfalls häufig in Produktionsabteilungen angesiedelt. Der Einsatz von Technologien wie Robotik, Sensorik, autonomen Systemen und 3D-Druck hat die Produktion von physischen Gütern stark verändert. Die Erbringung von Dienstleistungen wurde durch Self-Service und eCommerce-Lösungen einem starken Wandel unterzogen.
  • Logistik und Transport: Dieser Tätigkeitsbereich ist für die Lagerung und Bewegung von Waren und – was genauso wichtig ist – Informationen verantwortlich. Die Auswahl und Planung der Transportmittel, die grenzüberschreitende Koordination der Warenbewegungen und die Überwachung von Qualität und Risiko sind wichtige Aufgaben in diesem Bereich. Die Mitgestaltung von Standorten für Lager und Verteilzentren sowie deren laufende Optimierung, u. a. durch den Einsatz von Data Analytics und modernsten technischen Hilfsmitteln, machen Transport und Logistik zu einem abwechslungsreichen und faszinierenden Fachgebiet.
  • Projektmanagement und Change Management: Projektmanagerinnen und -manager sind für die Planung, Überwachung und Leitung von Projekten verantwortlich – von der Ideenfindung bis zum Abschluss nach Zielerreichung. Sie arbeiten mit einer breiten Gruppe von internen und externen Stakeholdern zusammen und verwenden neben Führungs- und Kommunikationskompetenzen traditionelle Wasserfall- oder agile Methoden, um Projekte zu steuern. Change Managerinnen und Manager entwickeln Strategien und Pläne, um sicherzustellen, dass Veränderungen, die häufig über Projekte umgesetzt werden, von den Mitarbeitenden und weiteren Stakeholdern angenommen und optimal genutzt werden. Die digitale Transformation von Supply Chains steht in vielen Unternehmen und Organisationen noch am Anfang, gewinnt jedoch rasch an Geschwindigkeit. Damit können Fach- und Führungspersonen in diesen Bereichen mit einem wachsenden Bedarf an qualifizierten Personen in diesem Bereich rechnen.
  • Prozessmanagement: In jeder Organisation gilt es Prozesse zu entwickeln und laufend zu optimieren. Absolventinnen und Absolventen nutzen hierzu ihre Kenntnisse in der Analyse von Daten und Prozessen und in der Optimierung von Prozessen mit Lean-Six-Sigma-Methoden. Genauso wichtig wird zunehmend der Einsatz von Werkzeugen des Process Mining und der Prozessautomatisierung mit Robotic Process Automation Tools.
  • Consulting / Unternehmensberatung: Consulting-Dienstleistungen können durch externe Beratungsunternehmen oder interne Abteilungen grösserer Unternehmen erbracht werden. Als Consultant unterstützen Sie Organisationen bei der Lösung von Herausforderungen und der Steigerung von Wachstum, Umsatz und Profitabilität. Neben den grossen, breit aufgestellten Beratungsunternehmen haben sich in den letzten Jahren auf Supply Chain Management, Digitalisierung oder Einkauf ausgerichtete Consulting-Firmen erfolgreich etabliert.

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