Jeden Frühling reist eine Gruppe von DBM-Studierenden für eine Woche in die dänische Metropole Kopenhagen. Das Programm der Studienreise ist sorgfältig kuratiert: gemeinsamer Unterricht und Austausch mit Studierenden der Universität Kopenhagen, das Eintauchen in innovative Labs sowie zahlreiche Praxisinputs bei ausgewählten Start-ups in den Bereichen digitale Innovation und UX.
Check-in am Montagmorgen auf dem Campus an der Guldbergsgade. Marie Louise, Professorin für Digitale Transformation und Innovation, sowie Frederick, Head des Tech & Story Labs, begrüssen uns an der Business Academy Copenhagen. Die Woche beginnt mit einem intensiven studentischen und akademischen Austausch. Dabei erfahren wir auch, wie die Studierenden der Academy Schritt für Schritt zu Gründerinnen und Gründern werden.
Die Campus-Labs spielen eine zentrale Rolle: Im «Material Lab» werden Ressourcen bereitgestellt und Fragen nachhaltiger Produktion geklärt. Im «Maker Lab» entstehen erste physische Prototypen, und im «Tech & Story Lab» wird das notwendige Know-how in den Bereichen Emerging Tech, Storytelling und Software vermittelt.
Vom Prototypen bis zur Ausgründung
Was unsere Studierenden besonders beeindruckt, ist die durchdachte Storyline, welche diese kreativen Orte intelligent miteinander vernetzt. Jedes Lab erfüllt dabei einen klaren Zweck: Geschäftsideen entwickeln, Prototypen konzipieren, diese an Testkundinnen und -kunden erproben und schliesslich daraus Unternehmen gründen.
Vom Entwurf der ersten Produktidee über die Auswahl geeigneter, nachhaltiger Materialien bis hin zur Entwicklung einer Werbekampagne in Bild und Ton werden die Studierenden eng begleitet und gecoacht.
Ein grosser Erfolgsfaktor sei die klare Trennung von Unterricht und Coaching, erklärt Frederick. In den Lectures werde zunächst die Theorie durch die «Profs» vermittelt, bevor Coaches die Studierenden bei der praktischen Umsetzung begleiten. Die Rollen seien bewusst getrennt, da die Coaches meist direkt aus der Praxis kämen.
Frederick betont zudem, wie wichtig das passende Equipment für den gesamten Lernprozess sei. Für das Ausprobieren und Experimentieren steht ausreichend «Spielzeug» zur Verfügung: Eye-Tracking-Systeme, Podcast-Studios, VR-Brillen, KI-Tools und Raspberry Pis können frei genutzt werden. Eine Gaming-Station sowie mehrere Plattenspieler sorgen zusätzlich für kreative Abwechslung zwischen den produktiven Arbeitsphasen. Im Maker Lab finden die DBM-Studierenden ausserdem eine komplett ausgestattete Werkstatt für Holzbearbeitung mit Lasercuttern, 3D-Druckern und digitalen Textildruckern vor.
Wissenschaft trifft Praxis
Die DBM-Studierenden sind zwar auf Studienreise, verfolgen jedoch gleichzeitig auch eine akademische Mission. Sie verbinden Wissenschaft und Praxis anhand konkreter Forschungsfragen: von der Literaturanalyse und Verdichtung über die Ausarbeitung wissenschaftlicher Papers nach aktuellen wissenschaftlichen Standards bis hin zur anschliessenden Dissemination der Ergebnisse.
Vor diesem Hintergrund bilden die Unternehmens- und Start-up-Besuche im Bereich «Digital Business» ein Kernstück der DBM-Exkursion:
- QUMEA, ein Schweizer Start-up mit Sitz in Dänemark, entwickelt digitales Radar-Monitoring für mehr Patientensicherheit im Gesundheitswesen.
- iMotions ist ein führendes Softwareunternehmen für Biosensor-gestützte Verhaltensforschung.
- Soundwheel entwickelt musikbasierte Meditationserlebnisse für Arbeitnehmende in Stressituation. Musik und Texte stammen dabei von einem der bekanntesten Rapper Dänemarks.
Bei diesen Unternehmensbesuchen wurde rasch deutlich, welches Potenzial entsteht, wenn Forschung, Kundennutzen, Technologie und Kreativität zusammenkommen.
Höhepunkt bei Google Dänemark
Organisiert wurde die DBM-Exkursion von Rahel Haymoz, Dozentin an der FH Graubünden. Zum Abschluss der Studienwoche hielt sie eine besondere Überraschung bereit: den Besuch bei Google Dänemark.
Im Rahmen eines geführten Workshops bestand die Challenge darin, mit Hilfe der Google GenAI Suite einen Werbespot zu entwickeln. Im Wettbewerb mit rund 30 Studierenden der Universität Kopenhagen stellten sich die DBM-Studierenden dieser Herausforderung mit Erfolg. Die generierten Werbeclips von Raphael und Andri wurden vom Google-Staff als «Best of Class» ausgezeichnet und prämiert.
Perspektiven, Netzwerk und neue Impulse
Die DBM-Exkursion nach Kopenhagen schafft Erlebnisse, stärkt Netzwerke und eröffnet neue Perspektiven. Zurück bleiben Erinnerungen, neue Impulse für mögliche Auslandsemester sowie neues Wissen, das auch den noch zu erbringenden Leistungsnachweis im Modul bereichert.
Wir danken der EK, den beteiligten Unternehmen und der Stadt Kopenhagen für eine Woche, die als Highlight im Studium in Erinnerung bleiben wird. Mitgenommen haben wir ein Mindset, das wir an der FH Graubünden gerne weitertragen.
20 Studierende des Studiengangs Digital Business Management haben im Mai 2026 die Dänische Hauptstadt im Rahmen des Moduls „International DBM Excursion“ besucht.