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Con­ver­sa­tio­nal User In­ter­faces im Ge­sund­heits­we­sen – Der in­tel­li­gen­te As­sis­tent für eine ver­bes­ser­te Pflege im Kran­ken­haus

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verwendung von Conversational User Interfaces
(CUI) im Krankenhaus für Pflegefachpersonen. Diese User Interfaces bieten die Chance zur Verbesserung von Prozessen im kosten- und zeitsensiblen Pflegewesen. Dazu treten sie in Form von Chat-, Voicebots oder intelligenten Assistenten auf, um Teile der Kommunikation zu automatisieren und die Informationsbeschaffung zu optimieren.
Anhand der Thesis wird die Hauptforschungsfrage beantwortet, inwiefern die Verwendung von CUI das Pflegefachpersonal in Krankenhäusern in ihren Tätigkeiten unterstützen kann. Von der Hauptforschungsfrage werden Unterfragen abgeleitet, um die Fragestellung weiter einzugrenzen und zu vertiefen. Die Arbeit orientiert sich nach dem Design Science Research Framework, womit die Unterfragen sowie die Hauptforschungsfrage beantwortet werden. Zu Beginn der Arbeit wurde der Begriff CUI definiert und der technologische Status quo durchleuchtet. Mit dem Verständnis für den Mehrwert und der Entwicklung solcher Interfaces wurden bereits existierende Anwendungen im Gesundheitswesen betrachtet und qualitative Interviews mit Pflegefachpersonen geführt. Dabei bestand das Hauptziel darin, herauszufinden, welche Prozesse in der Pflege durch den Einsatz von CUIs unterstützt werden können. Die
Erkenntnisse aus den Befragungen ermöglichten die Erstellung eines Chatbot-Prototyps anhand von Conversational Design. Um den Chatbot in einer anwendbaren Variante zu evaluieren, wurde ein Usability Test und eine Akzeptanzbefragung durchgeführt.
Die Ergebnisse der qualitativen Interviews haben gezeigt, dass Anwendungsmöglichkeiten für ein CUI in einem Krankenhaus für die Unterstützung des Pflegefachpersonals vorhanden sind. Identifiziert wurden primär die zwei Use Cases der Suche nach Richtlinien und die Kompatibilitätsprüfung von Medikamenten. Die Suche im Intranet nach bestimmten Richtlinien, Handhabungen, Weisungen oder
Standards anderer Fachgebiete erwies sich als zeitintensive Aufgabe. Bei der Kompatibilitätsprüfung sind oftmals weitere Disziplinen zu involvieren, was die Kostenstellen der Pflegenden belastet und zeitaufwendig ist. Im Allgemeinen tritt der Informationsbedarf überwiegend beim interdisziplinären Austausch oder beim fachübergreifenden Wissen auf. Der Usability Test zeigte in Folge auf, dass die Suche nach Richtlinien über eine natürlichsprachige Kommunikation für alle Testteilnehmenden einfach und effizient in der Handhabung war. Ebenfalls
wurden bei der Kompatibilitätsprüfung durch die natürlichsprachige Eingabe keine grundlegenden Probleme festgestellt und es bot den Nutzenden eine zeitnahe und exakte Antwort auf ihre Fragestellung. Zudem zeigte sich durch die Akzeptanzbefragung gegenüber der Technologie, dass die Bereitschaft der Teilnehmenden zur Nutzung vorhanden war.

Die These kann unter bachelordbm@fhgr.ch angefragt werden.

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