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In­ter­view TV Süd­ost­schweiz

April, 2021

Meine Eindrücke und Erfahrungen aus dem vergangenen Corona Jahr und wie es zum Interview beim TV Südostschweiz kam.

Vor nun fast genau einem Jahr mussten wir in den Distanz Modus switchen. Nicht nur der Unterricht wurde nun vom Esstisch aus besucht, sondern auch Pendenzen in meinem Teilzeit Job abgearbeitet. Dass der Familienesstisch mal zu meinem Arbeitsplatz wird, hätte ich mir nicht vorstellen können. Anfangs habe ich die durch den ersten Lockdown eingekehrte Ruhe sehr genossen. Nach knapp 2.5 Jahren pendeln zwischen Studium, Job, Zürich und Chur, war das eine ziemlich willkommene Abwechslung. Doch bald wurde mir klar, dass ich diese Situation auf Dauer nicht aushalten werde. Ich habe begonnen die kleinen Dinge zu vermissen – die Kaffee- und Mittagspausen mit meinen Mitstudierenden, die spontanen Feierabendbiere in der Churer Altstadt und das gemeinsame Erarbeiten von Projekten. Das alles ist zwar virtuell möglich, ersetzt aber niemals eine echte soziale Interaktion. Die Freude war meinerseits sehr gross, als ich erfahren habe, dass das Herbstsemester 2020 voraussichtlich wieder vor Ort stattfinden konnte. Doch bereits 3 Wochen später sass ich wieder am Familienesstisch.

Als ich von der Hochschulkommunikation für ein TV Interview gemeinsam mit Rektor Jürg Kessler angefragt wurde, wollte ich eigentlich absagen. Doch irgendwie reizte mich der Gedanke in einer Fernsehproduktion hautnah mit dabei zu sein und ich sagte letztendlich doch zu. Meine Aufgabe war es, die Studentinnen und Studenten authentisch zu repräsentieren, über Schwierigkeiten und Herausforderungen im Alltag zu sprechen und generell, wie es ist, während einer Pandemie zu studieren. Einige Tage vor dem Interview habe ich einen möglichen Fragekatalog erhalten, welcher mir eine ungefähre Themenrichtung vorgab. Gross vorbereitet habe ich mich jedoch nicht, da ich die Fragen «ab der Leber» beantworten wollte – authentisch eben.

In meinem ganzen Leben war ich noch nie so nervös, wie vor diesem Interview. Während der Anreise habe ich mir einige Stichpunkte notiert, die ich im Interview irgendwie unterbringen möchte. Vor dem Produktionsstart durfte ich noch Jürg Kessler persönlich kennenlernen und mich mit ihm unterhalten. Es war ein sehr auflockerndes und sympathisches Gespräch. Ich denke für uns beide war es spannend aus erster Hand zu erfahren, wie sich der berufliche Alltag, das soziale Umfeld als auch das Privatleben im vergangenen Jahr verändert haben. Nach der Unterhaltung wurde es Zeit für die Maske und bald danach wurden wir an unsere Plätze im Studio hingeführt. Die Moderatorin Karin Weigelt startete mit der Anmoderation und leitete die Fragerunde ein. Was in den nächsten knapp 20 Minuten alles genau passiert ist, hatte ich nach Produktionsschluss nur wage in Erinnerung. Auf der Heimreise von Chur zurück nach Zürich konnte ich das soeben erlebte etwas Revue passieren lassen. Kaum zuhause angekommen war das Interview bereits im TV ausgestrahlt und viele positive und liebe Nachrichten leuchteten auf meinem Smartphone auf.

Es war eine absolut spannende Erfahrung, welche ich jederzeit wiederholen und jeder / jedem empfehlen würde!

Joanna Pascali studiert Digital Business Management im 8. Semester .

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