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Wahlpflichmodul Digital Transformation & Disruption

Dieses Semester durfte ich zum ersten Mal ein Wahlpflichtmodul wählen. Die Studierenden aus unterschiedlichen Semestern resp. DBM-Klassen können ihre Wahlpflichtmodul-Präferenzen angeben. In jedem Wahlpflichtmodul sind somit Studierende aus unterschiedlichen Semestern, welche zusammen einen Leistungsnachweis, meist in Formen einer Arbeit, erbringen.

Von einer Vielzahl an spannenden Wahlpflichtmodulen habe ich mich für Digital Transformation Disruption entschieden. Doch was beinhaltet dieses Wahlpflichtmodul genau?

Eine Frage die vorab geklärt werden sollte ist der Begriff „Disruption“ – was bedeutet dieser?

Disruptive Technologien sind Innovationen, die die Erfolgsserie einer bereits bestehenden Technologie, eines bestehenden Produktes oder einer bestehenden Dienstleistung ersetzen oder diese vollständig vom Markt verdrängen und die Investitionen der bisherigen Marktteilnehmer obsolet machen. Oftmals beschreibt Disruption den Prozess eines ressourcenarmen Unternehmens, das grosse und etablierte Firmen herausfordern.

(Falls du mehr darüber wissen möchtest, lies den Artikel “What is Disruptive Innovation” von Clayton M. Christensen https://hbr.org/2015/12/what-is-disruptive-innovation)

Der Fokus in diesem Modul wird auf die Grundlagen der fortschreitenden digitalen Transformationen in Unternehmen gelegt. Das heisst, dass jede Gruppe von uns entweder der Hilti AG, der Zürcher Kantonalbank oder der Swiss Re AG zugeteilt wurde. Diese drei Unternehmen wurden von unserem Dozenten Sebastian Drews ausgewählt und im Voraus mit den zuständigen Ansprechpersonen abgesprochen.

Konkret ist es unsere Aufgabe, eine Strategie zu definieren und zu erarbeiten, welche die Unternehmung dabei unterstützt, das gesetzte Ziel bezüglich einer digitalen Transformation zu erreichen. Der Mehrwert für uns Studierende ist es, mithilfe des Praxisbezuges einen waschechten “Use Case” in einer Unternehmung zu durchleben, Erfahrungen in Bezug auf der Analyse und der Beratung zu sammeln und zusätzlich Veränderungen grundlegender Geschäftsprozesse durch die Digitalisierungen zu erkennen.

Der Aufbau des Moduls besteht aus zwei Theorieblöcken, gefolgt von den Besuchen in den drei verschiedenen Unternehmen.

In der Theorie haben wir gelernt, dass drei Elemente den Kern eines Unternehmens ausmachen. Zum einen erfordert jede komplexe Dienstleistung oder jedes komplexe Produkt eine Spezialisierung. Je grösser die Spezialisierung, desto höher der Aufwand der Koordination. Koordination dient dazu eine Routine sowie Regeln und Anweisungen festzulegen. Gefolgt von guter Zusammenarbeit, welche eine klare Hierarchie und geteilte Werte festlegt.

In Liechtenstein besuchten wir den Hauptsitz der Hilti AG. In Zürich bekamen wir einen Einblick in die Zürcher Kantonalbank und Swiss Re AG. Die drei Unternehmen haben uns ihre Firma vorgestellt und die internen Fakten bezüglich der Digitalisierung geschildert. Mithilfe eines Vorbereitungsauftrages waren wir Studierenden gut vorbereitet, um die Ansprechpersonen mit Fragen zu löchern. Dies hatte zur Folge, dass ein guter und informativer Austausch stattfand.

Anschliessend haben wir in der Gruppe Interviews durchgeführt und besprochen welche Aspekte uns aufgefallen sind und wo eine neue Digitalisierungsstrategie entworfen werden kann.

Mit dem Nachbearbeitungsauftrag konnte jede Gruppe mithilfe der Inputs der Mitstudierenden weitere Ideen sammeln, um den nachträglichen Auftrag zu starten.

Zur Unterstützung erarbeiteten die Gruppen zusammen das abgebildete Dreieck bezüglich der Veränderung des Geschäftsfelds (in Blau abgebildet), der internen Effizienz, welche die Verbesserung der internen Arbeitsabläufe darstellt (in Rot abgebildet) und der Externen Opportunitäten, welche die neuen Geschäftsmöglichkeiten im bestehenden Geschäftsumfeld abbildet (in Gold dargestellt).

 

Das Semester endet im Januar 2021. Bis dahin werden wir in unserer Gruppe eine individuelle Strategie erarbeiten. Da dieses Modul 4 ECTS Punkte aufweist, besteht der Workload von insgesamt 120 Stunden zu ¾ aus  Selbststudium in der Gruppe. Für mich und meine Gruppe bedeutet dies, dass wir nun die Inputs und Fakten der Unternehmen mithilfe der Theorie und den Feedbacks unserer Mitstudierenden zusammentragen und einen individuellen Ansatz erarbeiten. Dieser wird dann am Ende des Semesters den jeweiligen Unternehmen präsentiert und bei guter Überzeugung und einer kreativen Idee eventuell sogar in die Realität umgesetzt. Wir sind gespannt was sich ergibt.

 

 

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