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Home Studying mit den digital Natives

Home Studying, Distance Learning, Home Office… diese Begriffe beschäftigen uns nun seit gut zwei Monaten. Irgendwie wurde das Ganze zur Normalität, irgendwie aber auch nicht. Sabrina und Inge erzählen wie die Situation das DBM-Studium verändert hat. Hier schonmal ein Shoutout an digitale Tools und das Engagement aller Studierenden und Dozierenden.

 

Sabrina Curschellas:

Und auf einmal ist mein eigenes Zimmer das gemeinsame Klassenzimmer. Durch die Corona Situation hat sich mein Studentenleben um 180° Grad gedreht. Mitte März hiess es, ab Montag 16.03.2020 findet der Unterricht virtuell statt. Ja, aber wie soll das funktionieren? Eine Reflektion der letzten Wochen:

Der Wecker klingelt, ich stehe auf, frühstücke, wasche mir mein Gesicht, ziehe etwas bequemes an und setzte mich an meinen Schreibtisch in meinem Zimmer, die Lektion hat begonnen. Mithilfe eines Links werde ich sofort in den virtuellen Klassenraum eingeladen. Niemand sieht oder hört mich. Ich sehe auch die anderen nicht. Der einzige der redet und der gesehen wird, ist der Dozent oder die Dozentin. Dies verleitet dazu, die Sitzgelegenheit vom Schreibtisch ins Bett zu verlegen oder an einem schönen sonnigen Tag auch in den Garten.

Die Folien werden durch die Funktion des Bildschirms teilen der ganzen Klasse freigeschalten. Dies ermöglicht einen reibungslosen Ablauf der Vorlesung. Digitale Notizen stellen sich im virtuellen Klassenzimmer als neue Herausforderung dar. Denn im Gegensatz zum realen Unterricht ist es nun schwieriger, die Notizen neben dem online Unterricht auf einen Bildschirm zu bringen. Auch im virtuellen Klassenzimmer braucht es eine Pause, die wird wie üblich, um die gleiche Zeit eingehalten. In dieser Zwischenzeit kann sich jeder seine tägliche Dosis Koffein holen und wieder den Weg von der Küche zurück ins „Klassenzimmer” finden. Um den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten gibt es ab und an ein Quiz oder Aufgaben, die gelöst und im Nachhinein besprochen werden. Fragen können jederzeit mit der Chatfunktion gestellt und geklärt werden. Der Fokus liegt auf dem Feedback der Studierenden. Da diese neue Situation sowohl eine Veränderung für Studierende als auch für Dozierende ist, wird von den Lehrpersonen oft nachgefragt, wie die Geschwindigkeit und die Motivation in der Vorlesung ist. Damit wird ein effizienter und reibungsloser Unterricht garantiert. Natürlich dürfen bei einem Studium wie Digital Business Management die Gruppenarbeiten nicht aussen vorgelassen werden. Mithilfe von diversen Tools wie Trello, Wherby, Google Docs, Teams und OneDrive kann auch in Zeiten des Distance Learning die Zusammenarbeit weiter gehen. Es erfordert enorm viel Zeitmanagement und Organisationsgeschick. Inzwischen sind die Teams aber eingespielt und die Gruppenarbeiten funktionieren virtuell genauso gut wie analog.

Die Studienreise, welche jetzt im zweiten Semester dazu gedient hätte, in das Berliner Start-up Business reinzuschnuppern, ist leider ins Wasser gefallen. Der Trip nach Berlin wäre für viele Studierende das Highlight im zweiten Semester gewesen, aber die Gesundheit von allen geht zur Zeit vor und so haben wir die Absage zwar sehr bedauert aber natürlich verstanden. Als Ersatz dazu fand eine Vorlesung statt, in der die Studierenden einen Vorbereitungsauftrag erfüllt haben und mit den Inputs des Dozenten ergänzt wurde. Ein bisschen Study-Trip Berlin gab es dann aber doch noch. Zum Schluss dieser Ersatzveranstaltung konnten wir virtuell am APX Pitch Tuesday teilnehmen. Eigentlich hätten wir in Berlin die Pitches der Start-Ups live miterlebt, nun konnten wir zumindest virtuell daran teilnehmen und spannende Ideen kennenlernen.

In der Zwischenzeit kennen wir nun auch die Auswirkungen auf unsere Prüfungen. Ja, es wird Prüfungen geben, aber nicht im gewohnten Setup. Bei DBM finden keine Prüfungen vor Ort in Chur statt. Sämtliche Prüfungen werden entweder virtuell durchgeführt oder der Leistungsnachweis wurde so angepasst, dass wir nun eine schriftliche Arbeit als Modulabschluss einreichen werden. Wir sind gespannt, wie die Prüfungssituation wird. Bis jetzt konnten wir uns immer vor den Prüfungen noch mit unseren Kommilitonen persönlich austauschen, letzte Unklarheiten besprechen oder uns einfach gegenseitig beruhigen. Dieses Semester wird das bestimmt anders, die Klassenchats werden wohl eine Hochkonjunktur erleben. Ein bisschen nervös, aber dennoch zuversichtlich, dass wir auch dieses Semester mit Bravour meistern, blicken wir in Richtung Semesterende.

 

Inge Altermann:

Gerade als DBM-Studentin empfinde ich die Veränderungen hinsichtlich der Digitalisierung als sehr spannend. Innerhalb von einem Wochenende hat die FH Graubünden die Umstellung von analog auf digital gemeistert. Gleich am Montag nach dem Entscheid hatte ich meine erste digitale Vorlesung, ich war sehr positiv überrascht. Erstaunlicherweise war ich im Unterricht viel konzentrierter. Fragen über den Chat zu stellen und bei Problemen den Screen mit der Dozentin zu sharen ist viel effizienter und für mich persönlich auch angenehmer.

Natürlich gibt es auch weniger angenehme Veränderungen, welche ich vor allem in der Kommunikation mit meinen Kommilitonen sehe. Das letzte Semester im DBM-Studium besteht hauptsächlich aus Projektarbeiten und der Bachelor Thesis. Normalerweise treffen wir uns in unserem Coworking Space an der FH Graubünden, dieser musste jetzt aber einem Skyperaum weichen. Die Umstellung von analogen Meetings auf digitale empfand ich als keine grosse Herausforderung, wir sind ja schliesslich digital Natives. Die Komplexität liegt aber in der Absprache, Organisation und dem Verteilen von Arbeitspaketen – hat man sich hier erstmal eingefunden, funktioniert die Gruppenarbeit digital genau gleich wie analog.

Ein grosser Teil meines jetzigen Studiums ist das Verfassen der Bachelor Thesis. Es ist eine spezielle Situation die Arbeit zuhause alleine vorzubereiten und zu verfassen, ohne den persönlichen Austausch mit den Kommilitonen in den Pausen. Zum Glück gibt es Zoom, Skype, Whatsapp etc., so kann man sich über diesen Weg über Herausforderungen und Probleme austauschen und ein wenig moralische Unterstützung erhalten.

Die Fachhochschule Graubünden wird das virtuelle Klassenzimmer bis zum Ende des Semesters weiterziehen und somit werden unsere Projektpräsentationen und Pitches virutell stattfinden. Ich bin gespannt, wie ein digitaler Pitch auf die Personen wirkt und welche Inhalte wie vermittelt werden können.

Somit weiterhin liebe Grüsse aus dem virtuellen Klassenzimmer 👋

 

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