Diesen Sommer waren Computational and Data Science Studierende Thuvaraka Yogarajah, Isabell Nachbaur und Florian Klessascheck für ein Austauschmodul an der Sungkyunkwan University (SKKU) in Seoul, Südkorea. Von spannenden Vorlesungen über Künstliche Intelligenz bis hin zu unvergesslichen Food-Erlebnissen – hier erzählen sie, wieso die Zeit in Korea voller Eindrücke, neuer Perspektiven und ganz viel guter Laune war.
Lernen in Seoul
Als wir in Seoul ankamen, war erstmal alles neu und ein bisschen überwältigend. Schon am Flughafen merkten wir, dass Englisch hier nicht überall funktioniert, also wurde Google Translate zum besten Freund. Mit Übersetzungsapps, Händen und Füssen kamen wir aber schnell zurecht – und die Leute waren immer freundlich und hilfsbereit.
Wir waren insgesamt einen Monat in Seoul und hatten jeden Tag ausser freitags Unterricht von 9:00 bis 11:30 Uhr,. Am Anfang blieb kaum Zeit, die Stadt zu geniessen, weil wir uns auf die bevorstehenden Prüfungen konzentrieren mussten. Danach ging es aber richtig los, und wir konnten die Stadt und das Uni-Leben endlich in vollen Zügen erleben.
Im Rahmen unseres Studiengangs Computational and Data Science besuchten wir das Modul «Enhancing Productivity using AI Tools», das von Ingo Barkow, einem Dozenten der FH Graubünden, geleitet wurde. Es war spannend, in einem internationalen Umfeld zu lernen und gleichzeitig jemanden aus unserer Hochschule dabei zu haben.
Der Kurs war sehr praxisnah: Wir arbeiteten mit verschiedenen AI-Tools und nutzten sie, um unser fiktives Business zu entwickeln und vorzustellen. Dabei konnten wir kreativ werden, Ideen austauschen und in internationalen Teams zusammenarbeiten. Besonders spannend war zu sehen, wie unterschiedlich Studierende aus aller Welt an Aufgaben herangehen und wie inspirierend es ist, voneinander zu lernen.
Cafés, Bibimbap und ganz viel Streetfood
Neben dem Studium haben wir uns komplett in die koreanische Food- und Café-Kultur verliebt.
Jeden Tag haben wir ein neues Café ausprobiert – Seoul hat wirklich an jeder Ecke ein anderes, noch schöneres. Von minimalistischen Coffee-Spots über bunte Dessertläden bis hin zu Rooftop-Cafés mit Blick auf die Stadt wurden Kaffeepausen schnell unser tägliches Ritual.
Unser erster Abend in Seoul bleibt allerdings unvergessen: Wir wollten direkt etwas „Authentisches“ essen und haben völlig unterschätzt, wie scharf koreanisches Essen wirklich sein kann. Ein paar Bissen und viel Wasser später mussten wir beide lachen – Willkommen in Korea!
Danach haben wir uns durch alles probiert: Bibimbap, Tteokbokki, Hotteok, unzählige Korean BBQs und jede Menge Streetfood in den Gassen von Myeongdong. Essen in Korea ist ein echtes Erlebnis – gemeinsam bestellen, teilen, probieren und geniessen.
In unserer Freizeit haben wir auch verschiedene Stadtteile erkundet: In Gangnam besuchten wir die beeindruckende Starfield Library – ein Ort, der aussieht wie aus einem Film. Und in Hongdae erlebten wir das kreative, junge Seoul mit Streetfood, Musik, Secondhand-Shops und ganz viel Energie. Jede Ecke hatte ihren eigenen Vibe und wir wollten am liebsten alles auf einmal entdecken.
Ein Wochenende in Busan
Unser Wochenendtrip nach Busan war definitiv eines unserer Highlights. Nach dem hektischen Seoul fühlte sich Busan fast wie Urlaub an. Wir schlenderten durch kleine Gassen, entdeckten lokale Märkte und genossen den Sonnenuntergang am Gwangalli Beach.
Ein besonders eindrücklicher Moment war unser Besuch in einem Tempel direkt an der Küste, der uns eine ruhigere, ganz andere Seite von Korea zeigte.
Abends, wenn die Gwangan-Brücke in bunten Farben leuchtet und sich im Meer spiegelt, vergisst man komplett die Zeit. Busan hat uns gezeigt, wie vielfältig Südkorea ist.
Was wir aus Seoul mitnehmen und nie vergessen werden
Der Austausch an der SKKU war für uns beide eine einzigartige und bereichernde Erfahrung. Es war spannend, einen Monat in einem neuen Land zu leben, jeden Tag Neues zu entdecken und sich auf eine völlig andere Kultur einzulassen.
Wir sind mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Freundschaften und einer riesigen Portion Fernweh zurückgekommen – und würden am liebsten gleich wieder zurückgehen. 고마워요, 서울! (Gomawoyo, Seoul!) Danke, Seoul, für all die Erlebnisse, Begegnungen und Erinnerungen, die wir nie vergessen werden.
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Geschrieben von Thuvaraka Yogarajah und Isabell Nachbaur, Computational and Data Science Studentinnen an der FH Graubünden.