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Computational and Data Science Blog

Meet up! bei der Stadt Chur In­for­ma­tik

Spannende Einblicke in die zweite Blockwoche der CDS-Studenten.

In der zweiten Blockwoche des Frühlingssemesters durften wir die Stadt Chur Informatik besuchen und kennenlernen. Die Stadt Chur Informatik gehört zum Departement Finanzen und Wirtschaft Sicherheit. Obwohl die Informatikabteilung nur aus 40 Mitarbeiter besteht, stemmt diese doch einige Grossprojekt in und um Chur. So sind sie beispielsweise für das gesamte System der Stadtbus Chur, aber auch die Organisation vieler Bündner Gemeinden verantwortlich. Auch das Glasfaser-Netz in und um Chur mit diversen Kunden wie beispielsweise Provider und Spitäler wird von der Stadt Chur Informatik unterhalten und betrieben. 

Die Stadt Chur Informatik sieht sich als Allrounder Betrieb, erklärt Herr Ackermann:

Als Mitarbeiter muss man flexibel einsetzbar sein

Josua Ackermann (Stv. Leiter Informatik, Stadt Chur Informatik)

Spezialisten suchen sie nicht explizit. Branchenspezifische Lösungen zählen sie zu ihren Stärken. Grosser Einsatzwille und Kompetenz ist gesucht. Die Stadt Chur Informatik trägt das Bild eines agilen IT-Unternehmens.

Ein paar Key-Facts zur Stadt Chur Informatik:

  • 34 Mitarbeitende
  • 2 redundante Rechenzentren auf dem Stadtgebiet
  • 300 Server
  • 3225 PC’s
  • 1200 Telefonie-Arbeitsplätze

Als Beispiel-Projekt der Stadtinformatik wurde uns einen Einblick hinter die Kulissen des Sportzentrums «Obere Au» gewährt. Im neu errichteten polysportiven Zentrum ist die Gebäudeautomation ein wichtiger und auch wachsender Punkt. Das Reservationssystem fungiert als zentrales System und kommuniziert mit vielen weiteren Systemen - zum Beispiel mit der Gebäudeautomation. So kann im Alltag die Infrastruktur des Sportzentrums optimal und ressourcenschonend auf die Buchungen angepasst werden.

Beispielsweise wird die Sportplatzbeleuchtung abhängig von den Buchungen der Sportplätze gesteuert, führt Norbert Zöschg (Applikations-Manager, Stadt Chur Informatik) aus. Oder auch die Garderoben-Türen werden (automatisch) nur dann geöffnet, wenn diese auch belegt sind. So kann verhindert werden, dass ein unnötig grosser Reinigungsaufwand entsteht.

Später durften wir auch noch einen Blick hinter die normalerweise verschlossenen Türen des Rechenzentrums im neuen Kantonsspital in Chur werden. Toni Deplazes (Kantonsspital Graubünden) führte uns durch die moderne Anlange, in welcher auch eines der beiden Rechenzentren der Stadt Chur Informatik platziert ist. Uns konnte vor Augen geführt werden, wie wichtig eine Notstrom-Versorgung ist und wie diese sichergestellt wird. Etwas was speziell in einem medizinischen Umfeld unabdingbar ist. Für uns war es sehr aufschlussreich zu sehen, wie die Planung des Systems angegangen wurde.

Noch bevor wir die eigentlichen Server zu Augen bekommen haben, waren wir bereits beeindruckt von der modernen Einrichtung, die ein wenig an einen an einen James-Bond-Film erinnert.

Das Zutrittssystem per Handvenen-Scanner zu den jeweiligen Bereichen habe ich so noch nie gesehen.

André Glatzl, Student Computational and Data Science

Doch hinter den ersten Türen befanden sich nicht die Server, sondern andere überlebenswichtige Bestandteile des Systems. Wir befanden uns aktuell «im Akku des Rechenzentrums». Anders gesagt handelt es sich hierbei um einen kompletten Raum voller Batterien. Diese haben zum einen die Aufgabe das Rechenzentrum im Falle eines Stromausfalles mit Strom zu versorgen, bis die Generatoren einsatzbereit sind. Aber es dient auch dazu, die sensiblen elektronischen Geräte vor Spannungsschwankungen im Stromnetz zu schützen.

Neben der Stromversorgung ist auch das Löschsystem im Falle eines Brandes ein enorm wichtiges Teil im Puzzle. Sobald ein Sensor ein Feuer entdeckt, wird der Raum mit Stickstoff geflutet, um so den Brand zu löschen.

Endlich durften wir nun auch noch einen Blick ins eigentliche Herz des Rechenzentrums werfen: den Serverräumen. Zugang zu den Servern erhält man durch eine Schleuse, welche wiederum mit Handvenen-Scanner geöffnet werden kann. Toni Deplazes erklärte uns die verschiedenen Systeme, welche die Serverräume überwachen und kontrollieren. So kommt neben den genannten Brandsensoren auch eine automatische Kühlung zum Einsatz. Diese kann ihre Kühlleistung selbstständig der Auslastung und somit der Wärmeentwicklung der Server anpassen.

Das ganze System ist überraschend modern und beeindruckend komplex. Mir war gar nicht bewusst, wie viele kleine Details bei der Planung beachtet werden müssen.

Raphael Brunold, Student Computational and Data Science

Abschliessend wurden viele Fragen bei einem köstlichen Essen im Restaurant Otello durch die Experten beantwortet. Mit angeregten Gesprächen zwischen Studenten, Dozierenden und Mitarbeitern der Stadt Chur Informatik konnten wir diesen inhaltsreichen Abend ausklingen lassen.

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