(function(w,d,s,l,i){w[l]=w[l]||[];w[l].push({'gtm.start': new Date().getTime(),event:'gtm.js'});var f=d.getElementsByTagName(s)[0], j=d.createElement(s),dl=l!='dataLayer'?'&l='+l:'';j.async=true;j.src= 'https://www.googletagmanager.com/gtm.js?id='+i+dl;f.parentNode.insertBefore(j,f); })(window,document,'script','dataLayer','GTM-TJNK6NW'); Zum Inhalt springen
Logo FHGR Blog

FHGR Blog

Touristisches Co-Working und Co-Living in Graubünden

Im Gleichschritt mit dem Aufkommen der sogenannten Sharing Economy vor bald 20 Jahren gewann auch die Vorsilbe «Co» zusehends an Bedeutung.

Während der englische Begriff «sharing» eindeutig mit «teilen» übersetzbar ist, kann unter «Co» Verschiedenes verstanden werden. Sinngemäss bedeutet es einfach, etwas gemeinschaftlich tun. Zwei «Co-Begriffe», die in den letzten Jahren ebenfalls an Popularität gewonnen haben, sind «Co-Working» und «Co-Living». Im Kanton Graubünden und in anderen Ferienregionen geschah dies zunehmend auch im Rahmen der Diskussionen zur Schaffung von neuen Angeboten als Bestandteil der touristischen Destinationsentwicklung. Dass dabei nicht immer ganz klar ist, was genau aus touristischer Sicht darunter verstanden werden kann, liegt nicht nur an der Mehrdeutigkeit der Vorsilbe «Co», sondern auch daran, dass darunter tatsächlich auch recht unterschiedliche Angebote verstanden werden können.

Ursprünglich entstanden ist der Co-Working-Gedanke als ein Bestandteil der Sharing Economy. Geteilt wurden in diesem Rahmen nicht Gebrauchsgüter, sondern es entstanden neue Arbeitsformen. Vorab Freiberufler, Kreative und kleinere Startups arbeiteten gemeinsam in Arbeitsräumen mit den entsprechenden Infrastrukturen, die inklusive Arbeitsplatz, Kommunikationstechnologien, Postadresse, Küche und Freizeiträumen in Tages- oder Wochenpauschalen angeboten wurden. Zunehmend entstanden dann aber auch Co-Working-Angebote in für Freizeit und Sport attraktiven Regionen wie dem Kanton Graubünden. Die entsprechenden Unterkünfte wurden als sogenannte Co-Living-Räume angeboten. Das damit zusammenhängende orts-und zeitunabhängige Arbeiten wurde zusätzlich durch eine zunehmend veränderte Bedeutung von Work-Life-Balance und Freizeit gefördert.

Gemäss den Angaben von Maria Eckert vom Vorstand des Vereins Co-Working Graubünden existieren heute gegen zehn Co-Working-Space-Organisationen im Kanton. Es sind dies The Bridge GALAAXY in Falera, Alpean Coworking Laax, BockOffice in Chur und Davos, Mountain Hub in Scuol von Mia Engadina, CoWe in Samedan sowie Cloud Connection in St. Moritz und Coworking Prättigau in Schiers. Für die verschiedenen Anbieter ist eine besondere Positionierung wichtig. Das Alpean Coworking Space in Laax verbindet sein Angebot beispielsweise mit Alpean Physiotherapie «Reha für Körper und Geist».  Für Mia Engadina in Scuol ist es ein Ziel, das Engadin als bevorzugten Rückzugs- und Inspirationsort der Schweiz zu positionieren. Gleichzeitig wird im Engadin auch die digitale Entwicklung mit dem Aufbau eines Glasfasernetzes gefördert. Zudem ist in La Punt die Eröffnung des 7000 Quadratmeter grossen Arbeits- und Seminarzentrums InnHub auf das Jahr 2021 geplant. Entstehen soll hier ein modernes Innovations-und Begegnungszentrum für Gäste und Einheimische. Die bestehenden «Home-Away»-Coworking Angebote von Mia Engadina werden bereits jetzt schon von vielen Gästen aus dem Kanton Zürich benutzt. Auch in Chur soll ein neues Innovationszentrum gebaut werden, welches ab Sommer 2020 Arbeitsplätze für Co-Worker und Startups zur Verfügung stellen wird. Dank der gezielten Positionierung der bestehenden Angebote sowie mit den geplanten Bauvorhaben dürfte Graubünden mit seinen «Cos» gut aufgestellt sein.

Share

Anzahl Kommentare0
Kommentare