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Ausgezeichnete Masterarbeiten zeigen Wege zur krisenfesten Nachhaltigkeit

Sus­taina­bi­li­ty Award 2025: Aus­ge­zeich­ne­te Mas­ter­ar­bei­ten zeigen Wege zur kri­sen­fes­ten Nach­hal­tig­keit

Der Sustainability Award 2025 würdigt herausragende Masterarbeiten, die konkrete Impulse für eine nachhaltige Transformation liefern. Die ausgezeichneten Projekte – von Messinstrumenten für Führungskräfte über Nachhaltigkeitstools für KMU bis hin zu kulturellen Transformationsstrategien – machen deutlich: Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor, auch in Krisenzeiten.

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor in Krisenzeiten
Geopolitische Krisen lassen Nachhaltigkeit bei vielen CEOs in den Hintergrund rücken. Doch gerade in solchen Zeiten wird sichtbar, dass Resilienz, Ressourceneffizienz und klare Werte die eigentlichen Treiber von Wettbewerbsfähigkeit sind. Unternehmen, die in Nachhaltigkeit investieren, sichern sich nicht nur ihre Marktposition, sondern auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber.

Die Wissenschaft bildet die Talente aus, die diese Transformation voranbringen. Entscheidend ist, dass Führungskräfte junge Menschen einbinden, Verantwortung übertragen und gemeinsam Lösungen umsetzen. So verbinden sich Ausbildung, Praxis und Transformation – und Nachhaltigkeit wird krisenfest.

Nachhaltigkeit mit begrenzten Ressourcen umsetzen
Nicht jede Organisation kann sofort umfassende Nachhaltigkeitsprogramme starten.
Erfolg haben jene, die:

  • klein beginnen und sich fokussieren
  • eine Orientierungsmatrix mit Kriterien wie Quick Wins, Investitionsaufwand, Wirkung und Zeithorizont nutzen
  • lieber wenige Massnahmen konsequent umsetzen, statt viele nur oberflächlich

Sustainability Award 2025 – die Preisträger:innen
Der diesjährige Sustainability Award, gesponsert und überreicht von Dr. Martina Müller-Kamp als Vertreterin der GKB, würdigt Masterarbeiten, die Wissenschaft und Praxis auf vorbildliche Weise verbinden.

Der diesjährige Sustainability Award, gesponsert und überreicht von Dr. Martina Müller-Kamp als Vertreterin der GKB, würdigt Masterarbeiten, die Wissenschaft und Praxis auf vorbildliche Weise verbinden.

«Alle diese Arbeiten leisten einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Transformation», betonte die Jury bei der Preisverleihung. Grundlage der Nominierung waren exzellente Noten sowie der Neuheitsgrad der Fragestellungen und Ergebnisse.

Ausgezeichnet wurden:

  • 1. Platz – Sarah Heynen: Entwicklung eines Messinstruments zur Erfassung der 23 IDGs bei Führungskräften
    Sarah Heynen hat eine zentrale Forschungslücke geschlossen. Mit ihrem Instrument lassen sich die Inner Development Goals (IDGs) erstmals im Unternehmenskontext bei Führungskräften messbar machen. Das Ergebnis ist ein praxisnahes Tool, das Selbstreflexion und Weiterentwicklung systematisch unterstützt – und damit eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Theorie und Leadership-Praxis schlägt.
  • 2. Platz – Jasmin Lauper: Evaluation von Nachhaltigkeitstools für die European Sustainability Reporting Standards (ESRS)
    Jasmin Lauper untersuchte, wie Tools wie esg2go, EcoVadis oder B Corp kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei unterstützen können, Nachhaltigkeitsberichte nach den neuen europäischen Standards zu erstellen. Ihre Arbeit liefert wertvolle Empfehlungen, wie KMU trotz begrenzter Ressourcen regulatorische Anforderungen erfüllen und gleichzeitig ihre Zukunftsfähigkeit sichern können.
  • 3. Platz – Nadia Kocher-Casutt: Nachhaltigkeit in traditionellen Schweizer Bäckereien – Umsetzung am Beispiel Merz
    Nadia Kocher-Casutt analysierte, wie traditionelle Bäckereien wie die Bäckerei Merz Nachhaltigkeit konkret in ihren Alltag integrieren. Ihr Fokus lag auf regulatorischen Anforderungen, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und der Rolle der Mitarbeitenden. Die Arbeit zeigt praxisnah, dass auch kleine Betriebe mit klaren Prioritäten einen grossen Beitrag zur Transformation leisten können.
  • 4. Platz – Arjeta Qovanaj (beste Note): Unternehmenskultur im Einklang mit SDG 8 und 9, Fallstudie ELESTA GmbH
    Arjeta Qovanaj beleuchtete, wie eine Unternehmenskultur gestaltet werden kann, die soziale Gerechtigkeit (SDG 8) und wirtschaftliche Innovation (SDG 9) miteinander verbindet. Ihre Ergebnisse reichen von der Förderung psychologischer Sicherheit über lernorientierte Fehlerkultur bis hin zu Ansätzen für Innovationskraft. Damit liefert sie wertvolle Impulse, wie Unternehmen eine nachhaltige und resiliente Kultur entwickeln können.

Zusätzlich ausgezeichnet:

  • Praxisprojekt Stagelight:
    Eliane Weiss, Irem Aksoy und Stefanie Lang erarbeiteten für die Stagelight AG eine fundierte Wesentlichkeitsanalyse und leiteten daraus zentrale Handlungsfelder ab. Ihre praxisnahen Empfehlungen bilden die Grundlage, um Nachhaltigkeit strategisch im Unternehmen zu verankern – ein Beispiel dafür, wie studentische Projekte direkt Mehrwert in der Unternehmenspraxis schaffen.

Die prämierten Arbeiten zeigen eindrücklich, wie wissenschaftliche Exzellenz, praxisnahe Umsetzung und unternehmerische Relevanz zusammenwirken können, um Nachhaltigkeit voranzubringen.

Fazit
Der Sustainability Award 2025 verdeutlicht: Nachhaltigkeit ist nicht nur möglich, sondern unverzichtbar – auch in herausfordernden Zeiten. Ob in kleinen Bäckereien, internationalen Lieferketten oder innovativen Masterarbeiten: Wer jetzt handelt, schafft Resilienz, Wettbewerbsvorteile und gesellschaftlichen Mehrwert.

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