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Zwi­schen Be­wer­bun­gen, Mindset und Geduld

Wenn ich als Unternehmer mit jungen Talenten zusammenarbeite, dann geht es selten nur um fachliche Fragen. Viel häufiger drehen sich unsere Gespräche um das grosse Ganze: Wo will ich hin? Was passt zu mir – und was nicht? Was darf ich mir zutrauen? Genau das war auch der Kern meiner Mentoring-Beziehung mit Alessia.

Ich durfte Alessia über mehrere Monate hinweg begleiten – nicht nur bei der konkreten Jobsuche, sondern vor allem in der Phase des Übergangs vom Studium in die Praxis. Hier konnte ich ihr viele Insights in die Erwartungen derjenigen geben, welche ihre Bewerbung erhalten.

Von Unternehmer zu Berufseinsteigerin – direkt, ehrlich, unkompliziert

Unsere Treffen fanden in einem ganz lockeren Rahmen statt – mal bei uns im Büro, mal online. Und genau das war das Schöne: Der Austausch war immer unkompliziert, ehrlich und direkt. Offene Gespräche auf Augenhöhe.

Alessia hat enormen Drive, merket aber sofort, das es auch Geduld braucht. Mit meinem Mindset als Unternehmer kenne ich das natürlich aus dem Daily Business, aber es war spannend, sie in den Calls immer wieder zu ermutigen, die Geduld nicht zu verlieren.

Update der Bewerbungsunterlagen

Klar, wir haben gemeinsam an Bewerbungsunterlagen gefeilt – aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben zum Beispiel bei uns im Unternehmen spontan im ersten Treffen ein kleines Shooting für ihre Bewerbungsfotos organisiert. Wichtiger als Layouts und PDFs war jedoch der Blick hinter die Kulissen: Wie tickt die Branche? Worauf achten Entscheider:innen? Und vor allem: Wie schafft man es, nicht einfach nur eine Bewerbung abzuschicken, sondern mit jeder Zeile und jedem Gespräch echtes Interesse zu wecken?

Mindset schlägt Lebenslauf

Ein zentraler Aspekt unserer Gespräche war das Thema Mindset. Ich glaube fest daran: Der Unterschied zwischen «Ich probiere mal» und «Ich hol mir den Job» liegt nicht im CV, sondern im Kopf. Alessia war von Anfang an motiviert, hat sich aber auch immer wieder selbst hinterfragt: Bin ich gut genug? Darf ich mich da überhaupt bewerben? Genau hier konnte ich als Sparringpartner ansetzen – mit ehrlichem Feedback, Ermutigung und dem einen oder anderen Denkanstoss, der vielleicht sogar etwas unbequem war.

Diese Zusammenarbeit hat mir einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der direkte Kontakt zwischen Praxis und Studium ist. Es braucht keine riesigen Programme oder komplexen Strukturen – oft reicht es, wenn jemand ein bisschen Zeit schenkt, ehrlich ist und bereit ist, Wissen zu teilen.

Ich bin gespannt, wohin ihr Weg sie führt – und ich bin mir sicher: Sie wird eine geniale Richtung einschlagen und hat eine erfolgreiche Zukunft vor sich.


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