Zum Inhalt springen
Logo FHGR Blog

FHGR Blog

Innovators Challenge

In­no­va­tors Chal­len­ge

Innovators Challenge – interdisziplinäre Zusammenarbeit beschleunigt Innovationsprojekte.

Alle Mitwirkenden und Stakeholder von Unternehmen haben gute Ideen. Bloss das konsequente Voranbringen bereitet oft Mühe. So bleiben die besten Ideen oft genau das, was sie sind – schöne Ideen. Machen ist wie denken – nur krasser. Das ist der Slogan der Innovators Challenge. Die Innovators Challenge, das ist das innovative, neuartige Format der FH Graubünden, mit dem Wirtschaftspartner in enger Zusammenarbeit mit Studierenden ein Semester lang reale Projekte aus ihrer Innovationspipeline vorantreiben. Es tun! Keine Studie, keine theoretischen Übungen – nur der Fortschritt zählt. 

Auf der Innovators Challenge Website finden Interessierte alle weiteren Informationen:

Mit dem Herbstsemester 21/22 durften wir - das noch neue Kernteam der Innovators Challenge - im Auftrag der Hochschulleitung mit dem neuen Format an den Start gehen. Ein Wunschtraum wird Wirklichkeit. Es geht um eine neuartige Form von Wissenstransfer und direkter Zusammenarbeit mit der Praxis.   Wir starten das erste interdisziplinäre Acceleratorprogramm einer Fachhochschule. Die Innovators Challenge wird nach der Aufbauphase für alle Studierenden aus allen Studiengängen zugänglich sein und Unternehmen aus der ganzen geografischen Reichweite der FH Graubünden ansprechen. Das ist das Ziel. Drei spannende Innovationsvorhaben von Wirtschaftspartnern waren zum ersten Umlauf zugesagt und ein gutes Dutzend von Studierenden hatte es gewagt, sich für dieses komplett neuartige Programm anzumelden.

Die Vorbereitungen liefen seit dem Frühjahr 2021 auf Hochtouren. Es galt, dem neuen Format ein Gesicht zugeben, die Botschaft und das Programm aufzubauen, potenzielle Unternehmen und Organisationen anzusprechen und vielfältige Aspekte mit der Hochschulleitung sowie mit den Studienleitenden abzusprechen.

Ein erstes Erfolgserlebnis für das Kernteam der Innovators Challenge war die positive Reaktion aus der Wirtschaft. Die angesprochenen sahen sofort den Nutzen. Ja, sie haben Ideen und Projekte in der Pipeline. Projekte, welche Ihre Innovationskraft stark fordern und die sie wirklich auf die Zielgerade bringen wollen – und wo ein aktivierender Schubser sehr willkommen ist.

Das Neuartige an der Innovators Challenge ist, dass die Dozierenden der FH Graubünden als Coaches aktiv mitarbeiten und dass auch die Wirtschaftspartner ebenfalls als integrativer Bestandteil der Teams mitwirken. Sie sind Challengegeber aber auch Mitarbeitende. Es ist ein Wettbewerb. Studierende, Challengegebende und Coaches sind ein Semester lang im Rennen. Aber nicht ein Rennen gegen andere. Das Ziel ist, das Innovationsprojekt voranzubringen. Es gibt keine Rangliste, alle Mixed-Teams aus Studierenden, Wirtschaftspartner und Coach sind Gewinner. Die Jury beurteilt nicht, was gut oder weniger gut ist, sondern sie würdigt, welche Faktoren, Entscheidungen und Aktivitäten für den Fortschritt - den «Boost»- besonders wirksam waren. Somit ziehen alle Teams am selben Strang und es ist für die Forschung und die Wirtschaft spannend, aus dieser Realsituation zu lernen. An der Award Night nach Semesterende werden alle Teams gefeiert und die Würdigungen werden verkündet.

Es gab auch Herausforderungen und Hindernisse, welche den Start der Innovators Challenge nicht vereinfachten. So konnte der glänzende Höhepunkt im Februar 2022, die Award Night, wegen Corona nicht wie geplant als festlicher Anlass durchgeführt werden, sondern nur Online. Solche Einschränkungen haben von allen Beteiligten grosse Flexibilität verlangt. Auch im Ablauf und der Zusammenarbeit mit den Wirtschaftspartnern und Studierenden musste vieles in der Annahme vorbereitet und geplant werden, dass es vielleicht physisch durchgeführt werden könnte – und musste dann doch wieder geändert werden.

Nun ist die Innovators Challenge schon mitten im zweiten Durchlauf. Es ist eine grosse Freude zu erleben, wie diese Innovationsrakete so gut abgehoben hat. Im zweiten Durchlauf des Frühlingssemesters 21/22 sind nun sechs Challenges am Start und 24 Studierende aus 7 verschiedenen Studiengängen. Die Zahlen haben sich alle mindestens verdoppelt. Wir haben inzwischen 100+ Unternehmen in der ganzen Schweiz angesprochen und ein überwältigend positives Echo erhalten. Mehr als die Hälfte der Unternehmen kündigte Interesse an, schon bald mit einer Challenge mitzumachen. Das Angebot der Innovators Challenge trifft ganz klar einen sehr realen Bedarf der Praxis, das ist heute gewiss. Innovationsvorhaben sind vielerorts vorhanden und viele davon können einen «Boost» vertragen.

Spannend war für uns dabei auch, welche Unternehmen und was für Innovationsprojekte wir erhalten würden. Es zeigt sich, dass es kein festes Muster gibt und die thematischen Schwerpunkte der Challenges sehr breit gefächert sind. Im ersten Umlauf war ein Projekt aus der Industrie dabei (www.sfs.com), ein Projekt zum Thema regionale Produkte, Produktion und Vertrieb (www.stizun-lumnezia.ch) sowie eines aus dem Finanzbereich (www.innofactory.ch). Im zweiten Lauf ist nun erneut SFS dabei (www.sfs.com) sowie Talkpool AG (www.talkpool.com) mit IoT, Graubünden Ferien (www.graubuenden.ch) mit einem neuen Produkt für Gäste, ÖKK (www.oekk.ch) mit Gesundheitsvorsorge, Yousty (www.professional.ch) mit Innovation in der Fachkräftevermittlung und das Startup von FHGR-Studierenden Fundamensch (www.fundamensch.ch) mit New Work. Sehr spannend: alle Herausforderungen sind von der Firma, der Branche und dem Case her sehr unterschiedlich. Die einmalige Fähigkeit zur Interdisziplinarität der FH Graubünden in der Innovators Challenge ist wichtig und wird gefordert, sogar erwartet.

Die Jury tagte bereits einmal und evaluierte die ersten drei Projekte hinsichtlich «Boostereffekt». Was hat geholfen? Wie wurden Hindernisse beseitigt? Herausgestochen sind unter anderem der Einbezug der künftigen, potenziellen Kunden und das Hinterfragen von Problemstellung sowie der eigenen Fortschritte und zu Beginn festgelegten Ziele. Agile Methoden helfen dabei, nicht festzufahren. Die Jury selbst ist interdisziplinär aufgestellt und funktioniert als «Pool». Das ist eine weitere Besonderheit der Innovators Challenge. Mit dem CEO-Circle Graubünden hat die Innovators Challenge einen festen Partner aus dessen Reihen je nach Branche und Art der Challenges pro Umgang andere Mitglieder konkret mitwirken. Für dieses wertvolle Engagement sind wir ausserordentlich dankbar. Der Pool wird zudem laufend durch weitere Expertinnen und Experten aus Graubünden und der ganzen Schweiz ergänzt.

Starke Partner intern und extern sind auch neben der Jury ein sehr wichtiges Element. Die besondere Positionierung und die Neuartigkeit der Innovators Challenge wird dadurch unterstrichen und gestärkt. Einerseits ist das von extern bereits der Fall mit der SOMEDIA (www.somedia.ch) mit dem Pioniernest (www.pioniernest.ch) als Medienpartner und im 2022 neu mit dem CSEM (www.csem.ch) als Technologiepartner. Zudem arbeitet das Kernteam bereits an Kooperationen mit weiteren Hochschulen national und international. Das ist sehr spannend für das ganze Acceleratorprogramm. Intern gibt es gestützt auf den Zielen der Strategie 2021 - 2024 und der Hochschulleitung als Startpunkt sowie den verschiedenen Studiengängen und Instituten eine starke Partnerschaft und viel Unterstützung, Interesse und Wohlwollen. Das neue Format fordert auch auf dieser Seite grossen Einsatz und ein besonderes Engagement. Als Kernteam sind wir hierfür ausserordentlich dankbar. Es wäre sonst gar nicht möglich, solche neuen, vielbeachteten Wege zu beschreiten.

Wie bekommt man das alles unter einen Hut? Agile Methoden haben sich auf jeden Fall als perfekter Werkzeugkasten bewährt. Und auch die Strukturierung der Challenges auf den beiden Niveaus «von der Idee zum Prototyp» und «vom Prototyp zum Markt» setzt einen festen und notwenigen Rahmen.

Der Start war eine sehr spannende Erfahrung und der Ballon hat abgehoben. Wir haben dank dem Engagement von allen Interessengruppen im ganzen Umfeld der Innovators Challenge bereits sehr gute Flughöhe erreicht. Die Leistung, interdisziplinär mit der Hochschulwelt zusammenarbeiten zu können, entspricht einem echten Bedarf. Das hat sich für uns auch bereits bestätigt. Als Kernteam der Innovators Challenge nehmen wir zahlreiche Learnings aus den ersten Runden mit, wir perfektionieren nun das Produkt Innovators Challenge ebenfalls interdisziplinär und abteilungsübergreifend an der FH Graubünden und sind gespannt auf die Zukunft.

Übrigens: auch Startups von Studierenden sind willkommen und haben gute Chancen bei der Innovators Challenge. Wir werden auch den Slogan noch eine Weile beibehalten: «Machen ist wie denken – nur krasser» und am 25. August ist die nächste Award Night zu der interessierte Unternehmen und Studierende herzlich eingeladen sind. Save-the-Date.

Konstantinos Michail, Nico Tschanz, Andreas Ziltener und Philipp Bachmann sind das Kernteam der Innovators Challenge. Sie sind Professor oder Dozent am Institut für Entrepreneurship der Fachhochschule Graubünden und Experten für agiles Management, neue Geschäftsmodelle, Innovation und Digitalisierung.

Anzahl Kommentare0
Kommentare